Unser Ehrenmitglied Thea Hurst hat uns in Leipzig besucht

 

Vom 12. bis 20. Oktober 2003 weilte Thea Hurst auf Einladung des Schulmuseums Leipzig in Leipzig. In dieser Zeit fanden viele Begegnungen mit Schülern und Erwachsenen in Leipzig, aber auch in der Mittelschule Laußig bei Bad Düben statt. Frau Hurst las aus ihrem „Tagebuch der Thea Gersten“ über ihr Leben in den Jahren 1939 bis 1947 in Leipzig, Warschau und London.

Am 13. Oktober 2003 fanden auch zwei Vorstellung der Theatergruppe des Museums Synagoge Gröbzig der Bühnenfassung zum „Tagebuch der Thea Gersten“ im Schulmuseum Leipzig statt.

Das Team aus Gröbzig möchte auf dieser Basis daraus ein europaweites Projekt machen. Siehe auch http://www.TheaGersten.de/.

Der Vorstand des Bürgervereins Kolonnadenviertel e.V. hatte alle Mitglieder des Vereins und deren Angehörige sowie Freunde des Vereins herzlich zu einem Treffen mit unserem Ehrenmitglied am 14.10.2003, 19.30 Uhr, in Apels Garten eingeladen. In einem Kreis von annähernd 30 Teilnehmern gab es eine hochinteressante Diskussion. Frau Hurst antwortete einerseits auf Fragen zu ihrem Leben als jüdisches Kind in Leipzig, zu ihrer schwerem Weg ins Exil über Polen nach England und das Leben dort bis zu ihrem ersten Besuch in Leipzig im Jahr 1999. Andererseits interessierte sie sich ganz stark für unsere Arbeit im Verein, dessen Zielstellung sie aufgrund ihrer Erfahrungen als Fremde im Ausland schon in der Vergangenheit sehr unterstützt hat .

Durch Frau Hurst und auch durch einige der anwesenden Gäste, die zum ersten Mal an unserem Vereinsleben teilnahmen, sind eine Reihe von Vorschlägen für die weitere Vereinsarbeit unterbreitet worden, die wir im Vorstand noch besprechen und dann unseren Mitgliedern und den Bürgern vorlegen werden. Frau Hurst ist nicht einfach Ehrenmitglied im Bürgerverein Kolonnadenviertel , sondern hat, wie schon vor diesem Treffen, wieder einen wesentlichen Beitrag zum Erfolg der integrativen Wirkung des Vereins geleistet.

Spontan hat sich unser Vereinsmitglied, Herr Bernd Lüttge vom "copyhouse" bereit erklärt, ein Merkzeichen herzustellen und an der Stelle im Gässchen „Apels Garten“ anzubringen, wo bis zur Zerstörung 1938 die Ez-Chajim-Synagoge stand. Seine Firma wird dieses Projekt auch komplett sponsern. Mit Thea Hurst persönlich wurde die Gestaltung des Merkzeichens abgestimmt.

Jetzt planen wir, zum 65. Jahrestag des Pogroms vom 9.11.1938 das Merkzeichen in einer öffentlichen Veranstaltung in geeigneter Weise einzuweihen. Wir danken Frau Hurst und Herrn Lüttge ganz herzlich für diese Initiative.

Die Filmemacher Gebrüder Buchele möchten einen Kurzfilm über das Meeting mit dem Bürgerverein machen und ins Internet stellen. Darauf sind wir sehr gespannt.
Hier zunächst 2 Bilder vom 14.10.2003 im Restaurant „Apels Garten“:

                    

Der MDR hat Frau Hurst beim Besuch in Leipzig begleitet.

 

Noch mehr Bilder aus dem Fundus des Schulmuseums

 

Am 6.11.03 soll im MDR, Sendung artour ( http://www.mdr.de/artour/kalender/ ), über Theas Besuch in Leipzig berichtet werden.

In der Bildzeitung war Thea Hurst schon am 14.10.03 zu sehen.

Siehe hierzu auch die Beschreibung zu unserem Projekt
„Jüdisches Leben im Kolonnadenviertel – gestern, heute und morgen“ unter "Projekte"